9. Oktober 2009

4. Hoffbauer-Grundschultag am 16. Oktober 2009

„Wie ist das, wenn Mama einmal tot ist?“ - „Der liebe Gott hat‘s gut, weil der kann mit kurzen Hosen durch Brennnesseln gehen.“ - „Interessiert Gott Sie eigentlich auch in Ihrer Freizeit?" - Kinderfragen und Kindergewissheiten können sehr direkt sein, entwaffnend und herausfordernd. Wenn Evangelisch Schule macht, dann heißt das, sich auf diese Herausforderungen einzulassen. Es heißt, Kinder ernst und wichtig zu nehmen, sich mit dem Denken und den Fragen der Kinder zu befreunden, sich als Person ansprechen und in der eigenen (Glaubens-)Haltung (an) fragen zu lassen. Und es bedeutet, sich ernsthaft auf die Religion der Kinder zu beziehen, ohne Kinder auf einen „Kinderglauben“ festzuschreiben. Roland Rosenstock, bayerischer Pfarrer, Professor für Religionspädagogik in Greifswald, Buchautor und Vater von drei Kindern rückt das Recht der Kinder auf Religion ins Zentrum: „Kinder stellen religiöse Fragen und haben ein Recht darauf, ehrliche Antworten zu erhalten. Sie sind gute Beobachter, aufrechte Gottessucher und kleine Philosophen.“ Was bedeutet das für die Art und Weise, in der wir mit Kindern sprechen? In welcher Weise können Rituale, Geschichten und Symbole helfen, die großen Fragen angemessen zu bewegen? Was, wenn im Dialog mit den Kindern unsere eigenen Gewissheiten an Grenzen stoßen? - Der Grundschultag 2009 ist eine Einladung, sich von den „großen Fragen“ anregen und im Gespräch, Erfahrungsaustausch und praktischen Tun Stücke von gelebter religiöser und pädagogischer Praxis sichtbar werden zu lassen.

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